Es war der erwartet harte Wettstreit, doch am Ende fehlte das berühmte Quentchen Glück. In der 8.Runde der Schachverbandsliga trennte sich der SC Klein-Berlin Rheine nach fast sechs Stunden Spielzeit mit 4:4 vom Tabellenführer SV Heiden und verpasste damit die letzte Chance zum Aufstieg in die NRW-Klasse. Der SV Heiden liegt nun eine Runde vor Schluß mit 14:2 Punkten uneinholbar vor dem SK Westbevern und dem SC Rheine (beide 11:5 Punkte). Fast vier Stunden dauerte es, bis die erste Partie entschieden war. An Brett 7 lies sich der Heidener Wetter mit Achim Müller auf ein theoretisches Duell ein und musste nach 27 Zügen aufgeben. Kurz darauf verlor der Rheinenser Michael Hemmert, der sich in dieser Sasion völlig außer Form befindet, wieder einmal in Zeitnot seine Partie zum 1:1. Mannschaftskapitän Günther Langhanke konnte an Brett 3 ebenso wie Sven Hnneberger (Brett 2) eine etwas schlechtere Stellung in ein Remis retten. Stefan Ottens brachte dann den Schachclub Klein-Berlin Rheine nach vier Stunden mit 3:2 in Führung. An zwei der verbleibenden drei Bretter standen die Rheinenser besser, so daß der Aufstieg auf einmal wieder möglich schien. Als erster erspielte Neuzugang Jörg Langhans ein Remis. Dann jedoch musste Andreas Brümmer (Brett 6) den erfindungsreichen Angriffsversuchen seines Heidener Gegners Tribut zollen und aufgeben. Beim Stande von 3,5:3,5 hatte es Ulrich Kümpers aber immer noch in der Hand, die Rheinenser mit einem Sieg nach Hause zu fahren lassen. Uli Kümpers hatte über einen Endspielvorteil eine elementare Stellung mit Springer und Läufer gegen den blanken König erreicht, eine Position, die zwar in jedem Grundlagenlehrbuch zu finden, mit knapper Zeit und unter Druck aber nicht einfach zu gewinnen ist. Selbst Großmeister haben hier den Weg zum Sieg schon verpasst. Und genau dies passierte auch dem Rheinenser. Nach knapp sechs Stunden Spielzeit setzte er seinen Gegner zum 4:4 patt und verhalf dem SV Heiden somit zum vorzeitigen Aufstieg. Mögliche Bildunterschrift: Der Schachclub Rheine (rechts) verpasste nach einem 4:4 beim SV Heiden die letzt Chance zum Aufstieg.