Im Spitzenduell der Schachverbandsliga entführte der SC Klein-Berlin Rheine beide Punkte beim Südlohner SV. Der Schachclub Rheine gewann nach einem sechsstündigem harten Kampf mit 5:3 beim Tabellenzweiten und steht nun seinerseits mit 8:2 Punkten hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter SV Heiden (10:0 Punkte) in Lauerstellung auf dem zweiten Platz. In dem "bis zur letzten Patrone", aber in freundschaftlicher Atmosphäre ausgefochtenen Duell fiel die erste Entscheidung nach knapp drei Stunden. Andreas Brümmer (Brett 6) verzettelte sich in einem Königsangriff, verbrauchte zu viel Bedenkzeit und musste nach Zeitüberschreitung zum 0:1 für den Südlohner SV aufgeben. Eine halbe Stunde später konnte Sven Henneberger am zweiten Brett ausgleichen. Er hatte seinem Gegner in dessen Zeitnot eine Figur abgeknöpft. Kurz darauf gewann auch Topscorer Uli Kümpers seine vierte Partie im fünften Spiel und brachte den Schachclub KB Rheine mit 2:1 in Führung. Ersatzspieler Jens Averkamp-Peters am achten Brett und Jörg Langhans (Brett 7) steuerten anschließend in ausgeglichenen Endspielen je ein Remis zum 3:2 für die Rheinenser bei. Nach der ersten Zeitkontrolle - den Spielern stehen je zwei Stunden Bedenkzeit für die ersten 40 Züge und dann je eine Stunde für den Rest der Partie zu - sah es jedoch nicht mehr so gut aus für den Schachclub Rheine. Am Spitzenbrett kämpfte Stefan Ottens in einem Damenendspiel um das Remis, und auch Mannschaftskapitän Günther Langhanke drohte an Brett 3 mit einem Minusbauern eine Niederlage. Lediglich die Partie von Achim Müller am sechsten Brett bot wegen eines Materialvorteils bei unklarer Stellung noch Anlass zur Hoffnung. Alle drei Spieler zeigten aber Kampfgeist und holten das Optimum aus ihren Partien heraus. Nach über fünf Stunden Spielzeit erzielte Stefan Ottens ein Remis durch Dauerschach, und Günter Langhanke konnte in ein remisiges Bauernendspiel zum 4:3 für den Schachclub Rheine abwickeln. Den Schlusspunkt setzte dann Achim Müller. Nach Materialrückgabe und anschließendem Turmopfer leitete er nach fast sechs Stunden Spielzeit ein fünfzügiges Matt zum Endstand von 5:3 für die Rheinenser ein. In der nächsten Runde tritt der Schachclub Rheine beim achtplazierten SC Bochholt (2:8 Punkte) an. Gewinnt Rheine auch dort, sind alle Voraussetzungen für ein spannendes Saisonfinale gegeben, da der Schachlub anschließend den Spitzenreiter SV Heiden empfängt und in der Vorschlussrunde zum Tabellennachbarn Westbevern (ebenfalls 8:2 Punkte) reisen muss. Mögliche Bildunterschrift: Schachclub Klein-Berlin Rheine (links) entführte beide Punkte beim Südlohner SV (rechts).