Nur 4:4-Unentschieden spielte der Schachclub Klein-Berlin Rheine zum Auftakt der Saison in der Verbandsliga gegen den Aufsteiger SC Bochholt. Der SC Rheine setzt damit eine traurige Serie fort: In den vergangenen vier Jahren gelang den Rheinensern niemals ein Sieg in der 1.Runde. Dabei führte der Schachclub Rheine bereits nach einer Stunde durch einen kampflosen Punkt an Brett 2 mit 1:0. An den verbleibenden sieben Brettern wurde jedoch anschließend umso verbissener gekämpft. Dreieinhalb Stunden dauerte es, bis Jens Averkamp-Peters an Brett 4 zum 2:0 erhöhte. Nach einer Niederlage von Michael Hemmert (Brett 5) stellte Ersatzmann Franz-Josef Brinkmann am achten Brett mit seinem ersten vollen Punktgewinn den alten Abstand wieder her. Kurz vor der Zeitkontrolle - in Schachmannschaftskämpfen haben beide Spieler je zwei Stunden für 40 Züge und dann nochmals eine weitere Stunde für den Rest der Partie - einigte sich Uli Kümpers mit seinem Bochholter Gegner an Brett 3 auf ein Remis zum Zwischenstand von 3,5-1,5. Spitzenbrett Stefan Ottens verlor nach vier Stunden und einem groben Fehler eine seine seltenen Partien. Auch Achim Müller (Brett 7) musste sich nach mehr als fünf Stunden im Endspiel mit einem Minusbauern zum 3,5:3,5 geschlagen geben. In der letzten Partie an Brett 6 hatte Frank Brümmer in einem Turmendspiel mit zwei Mehrbauern gute Siegchancen und hätte zum Held des tages werden können. Leider fand er den Gewinnweg nicht und war nach fast sechs Stunden Spielzeit gezwungen, in ein Remis zum Endstand von 4:4 einzuwilligen. In der zweiten Runde reist der Schachclub Rheine zum Angstgegner SC Falke Saerbeck. In den vergangenen Spielrunden hatten die Rheinenser trotz nomineller Überlegenheit immer beide Punkte abliefern müssen. Bleibt zu hoffen, daß der SC Rheine diesmal mit einer weiteren Tradition bricht. Mögliche Bildunterschrift: Am achten Brett holte Ersatzmann Franz-Josef Brinkmann seinen ersten vollen Punkt.