Mit 3:5 verlor der Schachclub Klein-Berlin Rheine am vergangenen Samstag in der Verbandsliga gegen den Tabellenletzten SF Olfen. Nach einer erschreckend schwachen Leistung stehen die Rheinenser mit 5:7 Punkten auf dem vorletzten und neunten Platz. Der SF Olfen, vor der Partie bereits als sicherer Absteiger gehandelt, kann nach dem Überraschungssieg wieder hoffen. Am Spitzenbrett spielte Stefan Ottens nach bereits zwei Stunden Remis. Ersatzmann Guido van Dijk musste eine Stunde später als erster aufgeben. In einer gewinnverheißenden Stellung ließ er sich vom Spieltempo seines Gegners mitreissen und verdarb die Partie. Zwar erzielte Andreas Brümmer kurz darauf den Ausgleich zum 1,5:1,5, doch nach einer weiteren unnötigen Niederlage von Achim Müller am siebten Brett lag der SC KB Rheine wieder zurück. Dieser hatte sich - ebenfalls in vorteilhafter Position - auf ein zweifelhaftes Opfer eines Turms gegen einen Springer eingelassen, welches von seinem Olfener Gegner wiederlegt wurde. Mannschaftskapitän Günter Langhanke kämpfte am dritten Brett nach einem Eröffnungsfehler vier Stunden lang um ein Remis. Kurz vor der Zeitkontrolle konnte er bis zum blanken König abtauschen, so daß er schließlich sein drittes Unentschieden in Folge zum 2:3 erreichte. Auch Michael Hemmert stand in seiner Partie am fünften Brett nach schlechter Eröffnungsbehandlung auf Verlust. In beidseitiger Zeitnot erreichte er zunächst Ausgleich, musste aber nach einem weiteren Fehler zum 2:4 für den SF Olfen aufgeben. Hoffnung keimte noch einmal auf, als Uli Kümpers an Brett vier seinen ersten Saisonsieg feiern und zum 3:4 für die Rheinenser aufschließen konnte. In der verbleibenden Partie an Brett zwei hatte sich Jens Averkamp-Peters nach vier Stunden in beidseitiger horrender Zeitnot eine Gewinnstellung aufgebaut. Direkt nach der Zeitkontrolle - jedem Spieler stehen für die ersten vierzig Züge zwei Stunden zur Verfügung - griff er jedoch fehl und verlor zum 3:5 Endstand. In der kommenden Runde müssen die Rheinenser Schachspieler zum Tabellennachbarn SV Südlohn reisen. Trotz der auf dem Papier ungleich schwereren Aufgabe ist dann ein Sieg Pflicht, damit sich der Schachclub Rheine nicht unversehens am Tabellenende der Verbandsliga wiederfindet.