Einen unerwarteten, aber umso wichtigeren Sieg feierte der Schachclub Klein-Berlin Rheine am vergangenen Wochenende gegen die Reserve des SK Münster in der Schachverbandsliga. In einem hochdramatischen sechsstündigen Duell hatte der SC Rheine am Ende mit 4,5:3,5 gegen den Aufstiegsaspiranten und klaren Favoriten die Nase vorn. Die Rheinenser liegen nun bei 3:3 Punkten auf dem 6.Platz und können wieder etwas beruhigter in die Zukunft schauen. Das Match begann mit zwei Kurzremisen von Jens Averkamp-Peters (Brett 2) und Sven Hennerberger (Brett 3) nach etwa zweieinhalb Stunden und nur 12 bzw. 17 gespielten Zügen recht friedfertig. Eine weitere Stunde später verlor Neuzugang Ulrich Kümpers an Brett 5, der Schachclub Rheine konnte jedoch durch einen Sieg von Michael Hemmert (Brett 6) umgehend zum 2:2 ausgleichen. Kurz vor der Zeitkontrolle in der vierten Stunde (in der Verbandsliga stehen jedem Spieler 2 Stunden für die ersten 40 Züge zu) geriet der Schachclub Rheine nach einer weiteren Niederlage von Andreas Brümmer an Brett 7 wieder in Rückstand. Diesmal blieb es Achim Müller am achten Brett vorbehalten, durch einen etwas glücklich zustandegekommenen Mattangriff in ausgeglichener Position den Rückstand wettzumachen. In den verbleibenden zwei Partien sahen sich Stefan Ottens an Brett 1 und Günter Langhanke (Brett 4) jeweils mit einem sehr komplexen Turmendspiel konfrontiert. Die Rheinenser hatten an Brett 1 klare Vorteile, mussten am vierten Brett jedoch lange bangen. Letztendlich setzte Stefan Ottens nach fast sechs Stunden Spielzeit seinen Vorteil in einen Gewinn um. Als auch Mannschaftskapitän Günter Langhanke den Gewinnversuchen seines Münsteraner Gegners erfolreich trotzen konnte, war der 4,5:3,5 Überraschungssieg der Rheinenser perfekt. In der vierten Runde trifft der Schachclub Klein-Berlin Rheine mit dem SF Neuenkirchen auf einen weiteren Aufstiegsfavoriten. Eine ähnlich konzentrierte Leistung vorausgesetzt, könnte den Rheinensern auch in diesem Lokalderby eine Überraschung gelingen.