Im Spitzenspiel der Schachverbandsliga verlor der Schachclub Klein-Berlin Rheine mit 2,5-5,5 bei der Reserve des SK Münster und kann damit alle Aufstiegshoffnungen in die NRW-Klasse begraben. Trotz des deutlich scheinenden Ergebnisses war der Mannschaftskampf lange offen, auch ein knapper Sieg für den SC KB Rheine schien zunächst möglich. Letztendlich setzte sich jedoch die größere Routine der Münsteraner im Kampf des Tabellenzweiten gegen den Dritten durch. Mannschaftskapitän Günter Langhanke beendete nach zweieinhalb Stunden an Brett vier seine Partie als erster mit einem Remis und teilte damit zum fünften Mal hintereinander in dieser Saison die Punkte. Kurz darauf gewann Stefan Ottens am Spitzenbrett gegen die FIDE-Meisterin Natia Apkhaidze. Stefan Ottens stand bereits nach der Eröffnung besser, gewann bald darauf eine Figur und lies seiner Gegnerin nicht den Hauch eine Chance. An Brett vier fiel in der vierten Spielstunde die nächste Entscheidung. Achim Müller hatte nach einem Figurenopfer einen mächtigen Mattangriff aufgebaut. In komplizierter Position verlor er jedoch die Übersicht, ließ den gegnerischen König entkommen und mußte bald darauf zum 1,5-1,5 aufgeben. Das gleiche Schicksal ereilte Michael Hemmert am sechsten Brett. Er kam bereits aus der Eröffnung schlecht heraus, opferte dann einen Bauern und machte in Zeitnot einen entscheidenden Fehler zum 2,5-1,5 für Münster. Bei vier verbleibenden Partien waren die Rheinenser Schächer dennoch recht zuversichtlich, da sie in zwei Partien besser standen. Dann jedoch bot Darcy Davenport am zweiten Brett in leicht vorteilhafter Stellung Remis an, was sein Münsteraner Gegner sofort annahm. Am sechsten Brettt schlug wieder der Zeitnotteufel zu. Andreas Brümmer griff in unklarer Stellung fehl und mußte nach dem 40.Zug zum 2-4 aufgeben. Sven Henneberger, der irrtümlich annahm, daß der Mannschaftskampf damit entschieden sei, bot daraufhin ebenfalls in technisch gewonnener Stellung Remis an. In der verbleibenden Partie am achten Brett kämpfte Jens Averkamp-Peters fünf Stunden gegen den FIDE-Meister Hendrik Seegers. In einem Endspiel mit Türmen und ungleichen Läufern setzte sich schließlich die Routine des Münsteraners durch, der die Partie zum 5,5-2,5 für den SK Münster gewann. In den verbleibenden zwei Kämpfen geht es für den Schachclub Rheine, der nun mit 8-6 Punkten auf dem vierten Platz der Verbandsliga steht, nur noch um die "goldene Ananas". Gegen den Tabellenvorletzten SF Telgte sollte in der nächsten Runde ein Sieg Pflicht sein. Zünglein an der Waage bezüglich des Aufstiegs könnte Rheine dann im Derby gegen den Tabellenführer Schachfreunde Neuenkirchen im letzten Spiel spielen.