Durch einen hart erkämpften 5-3 Sieg über den Schachclub Bocholt setzte sich der SC Klein-Berlin Rheine weiter in der Spitzengruppe der Schach-Verbandsliga fest. Nach fast sechs Stunden Spielzeit gewannen die Rheinenser an zwei von acht Brettern, alle übrigen sechs Partien endeten Remis. Der Schachclub Rheine liegt nun mit 7-3 Zählern auf dem dritten Platz und bleibt in Tuchfühlung zu den Spitzenreitern SK Münster II und SF Neuenkirchen, die je 8-2 Punkte auf dem Konto haben. Dies verspricht einen spannenden Saisonabschluss, da alle drei Teams noch gegen einander spielen müssen, und nur ein Team in die NRW-Klasse aufsteigen wird. In dem bis zum Schluss offenen Schachkampf spielte Stefan Ottens nach zweieinhalb Stunden am Spitzenbrett remis. Eine Vorentscheidung fiel dreißig Minuten später an den unteren Brettern. Ausgerechnet den beiden Ersatzleuten gelang das Kunststück, aus zwei bereits verloren geglaubten Partien 1,5 Punkte zu machen. Franz-Josef Brinkmann bewies an Brett 8 Kampfeswillen und drehte eine total verkorkste Eröffnung in einen Sieg um. Am siebten Brett stand Guido van Dijk zunächst auf Gewinn, nach einem groben Patzer jedoch ebenfalls schlechter. Nach einer Ungenauigkeit seines Bocholter Gegners konnte er jedoch noch ein Remis einfahren. Der Rheinenser Mannschaftskapitän Günther Langhanke (Brett 3) und Sven Henneberger (Brett 2) taten es ihm kurz nach der Zeitkontrolle gleich und erspielten ebenfalls je ein Unentschieden. Bei noch drei offenen Partien führte der Schachclub KB Rheine nun mit 3-2. Endgültig auf die Siegerstrasse gelangten die Rheinenser nach einem erfolgreichen Mattangriff durch Andreas Brümmer am fünften Brett. Trotzdem mussten sie noch etwas zittern. Achim Müller (Brett 4) hatte sich nach über fünf Stunden Spielzeit eine zwar schwierig zu spielende, aber klare Gewinnstellung erarbeitet. Dann übersah er jedoch ein dreizügiges Matt und rettete sich gerade noch in ein Remis, welches gleichzeitig das 4,5-2,5 für den SC Rheine bedeutete. In der nun bedeutungslos gewordenen Partie an Brett 4 einigte sich Michael Hemmert in einem unklaren Endspiel ebenfalls auf Unentschieden zum Endstand von 5-3 für den Schachclub Rheine.