...tausendmal ist nix(?!) passiert:

1000x pro Tag

 werden in Großbritannien Abhöraktionen gestartet, berichtete der Daily Telegraph heute in seiner Online-Ausgabe. Nach Angaben des Regierungsbeauftragten zur Kontrolle von Kommunikationsüberwachungen, Sir Paul Kennedy, sind in den Monaten April bis Dezember 2007 insgesamt 253,557 Anträge zur Überwachung von Telephon, E-Mails und (Schnecken)-Post bewilligt worden. Da im Vereinigten Königreich fast jede Behörde, sogar lokale Feuerwehrdienststellen, solche Anträge stellen dürfen und diese Anträge bereits von Beamten in Gemeindeverwaltungen genehmigt werden können, verwundert es nicht, daß aufgrund von fehlerhaften Übertragungen mindestens eintausend Bürger völlig "grundlos" überwacht wurden. Laut Heiseticker habe sich die Anzahl der bewilligten Anträge gegenüber 2006 mehr als verdoppelt. Da Großbritannien auch das weltweit größte Videoüberwachungsnetz sein eigen nennen darf, mausert sich die Insel langsam aber sicher zur "number one" der Überwachungsstaaten. 

100,000x pro Jahr

 schnüffelt unser Staat, respektive seine Helfer, auf unseren Bankkonten herum. Dies gehe aus einer Studie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hervor, die der Welt vorliegt. Neben Ermittlungsbehörden haben seit Verabschiedung des Gesetzes zur Steuerehrlichkeit auch Finanz- und Sozialämter Zugriff auf unsere Konten. Das Bankgeheimnis - eh schon sehr löcherig - wurde damit ab dem 01.April 2005 faktisch ausgehebelt.  

200,000x pro Jahr

 wurden allein bei der Deutschen Telekom im Jahr 2007 Anfragen zu IP-Adressen gestellt. So zumindest die Schätzung von Telekom-Jurist Bernd Köbele auf der Sommerakademie des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein. Da seit dem 01.01.2008 die Vorratsdatenspeicherung in Kraft getreten ist, und der zu erwartende, reichhaltige Fundus bereits die Begehrlichkeit diverser Mitglieder der Content-Mafia geweckt hat, ist für die Zukunft Schlimmes zu befürchten.

 

12,000 Verdächtige

 hat es angeblich Ende letzten Jahres im Rahmen einer verdeckten Ermittlung bezüglich Kinderpornographie (Operation "Himmel") gegeben. Übrig geblieben sind davon exakt ... Null! So zumindest eine Erklärung der Kölner Staatsanwaltschaft gegenüber dem Heiseticker. 500 Ermittlungsverfahren seien dort eingestellt worden. Ob's den ehemaligen Verdächtigen hilft, ihre Frauen/Lebensabschnittgefährtinnen und Kinder wiederzubekommen?

 

Datenschutz,IT

By ace on 30-Jan-08 15:52


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