Mit einem an Dummheit kaum zu überbietenden Vorschlag wartete heute der EU-Kommissar Franko Frattini auf. Er will mit Hilfe der Internet-Provider die Suche nach "gefährlichen" Wörtern verbieten und entsprechende Webseiten blockieren lassen. Unter gefährliche Wörter fallen laut Frattini u.a. die Begriffe "Bomben, Töten, Genozid und Terrorismus."

 Frattinis Idee soll anscheinend ein weiterer Baustein der Antiterror-Pläne der EU sein. Dazu gehören auch das Sammeln von Fluggastdaten (ähnlich wie für die U.S.A.) und der Aufbau eines Europäischen Sprengstoffregisters. Daß mit einem "Wortfilter" grundlegende Menschenrechte verletzt werden könnten, interessiert den Kommissar aus Italien offenbar nicht. Ebensowenig  scheint er  zur Kennniss zu nehmen, daß sich schon ganz andere Kaliber an Wortfiltern die Zähne ausgebissen haben. Warum wohl sind immer noch 90% aller versendeten E-Mails Spam, Herr Frattini? Und dies trotz umfangreicher und ausgeklügelter Spamfilter-Systeme?

 Man kann dem guten Manne im Sinne der Internet-User nur wünschen, daß er sich künftig auf so interessante Themen wie "Der korrekte Biegungsgrad der EU-Banane" konzentriert. Soviel technische Ignoranz bringt selbst Schäuble kaum in einen seiner Vorschläge rund um's  "Zwischennetz."

Datenschutz,Politik,IT

By ace on 11-Sep-07 14:01


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