Es war der erwartet harte Fight, doch am Ende hat es nicht ganz gereicht: Mit 3:5 verlor der Schachclub Klein-Berlin Rheine nach fünfeinhalb spannenden Stunden in der letzten Runde der Verbandsliga gegen den Tabellenführer SK Turm Emsdetten 2. Der SC Rheine belegt nun in der Abschlusstabelle mit 12:6 Punkten hinter Aufsteiger Emsdetten (16:2) und dem Südlohner SV (14:4) den dritten Platz. Trotzdem war es eine erfolgreiche Saison für die Rheinenser, die als nominell siebtbestes von zehn Teams der Schachverbandsliga ursprünglich nur den Nichtabstieg als Ziel hatten. Der SC Rheine trat zum entscheidenden Spitzenspiel in Bestbesetzung an und konnte nach fast vier Stunden durch einen schön herausgespielten Sieg durch Michael Hemmert an Brett 5 sowie einem soliden Remis von Guido van Dijk mit 1,5:0,5 in Führung gehen. Wenig später glich der hohe Favorit Emsdetten nach der ersten und einzigen Niederlage von Jens Averkamp-Peters (Brett 8) und einem weiteren Remis durch Sven Henneberger (Brett 2) zum 2:2 aus. Kurz nach der Zeitkontrolle velor auch Spitzenbrett Stefan Ottens seine Partie. Trotz des 2:3 Rückstands behielten die Rheinenser Schachspieler nach fast fünf Spielstunden weiterhin die Hoffnung auf einen Gesamtsieg, da sie in zwei der drei verbleibenden Partien leicht vorteilhafte Stellungen hatten. Dann jedoch verlor Andreas Brümmer an Brett 6, der ein "aus der Not geborenes" Figurenopfer seines Gegners nicht parieren konnte. Nachdem Emsdetten nun mit 4:2 führte, stellte auch Achim Müller an Brett 4, der seine Gegnerin, eine ehemalige Spielerin der Frauenbundesliga, in einem Turmendspiel fünf Stunden "gequält" hatte, seine Gewinnversuche ein. Ebenso wie Günter Langhanke an Brett 3 willigte er in ein Remis zum 5:3 für den Aufsteiger SK Turm Ensdetten ein. Trotz der Niederlage sprach Mannschaftskapitän Günter Langhanke anschließend von einer erfolgreichen Saison: "Wir wollten in einer starken Schachverbandsliga einen gesicherten Platz im Mittelfeld belegen und haben zum Schluss einen ungefährdeten dritten Platz erreicht." Da auch die 2.Mannschaft in der Bezirksliga eine Runde vor Schluß mit 8:8 Punkten im Mittelfeld liegt, ist man beim Schachclub Klein Berlin Rheine im zweiten Jahr nach der Fusion durchaus zufrieden. Bild: Mannschaftskapitän Günter Langhanke ist trotz der Niederlage mit der Saison zufrieden.