Mit einem hart erkämpften 5:3 Erfolg über den SC Bocholt wahrte der Schachclub Klein-Berlin Rheine in der Verbandsliga seine Aufstiegschancen in die NRW-Klasse. Mit 12:4 Punkten liegt der SC Rheine weiterhin hinter dem SK Turm Emsdetten II (14:2) und dem SV Südlohn (13:3) in Lauerstellung auf dem dritten Tabellenplatz. Die Rheinenser traten wieder ersatzgeschwächt an, konnten aber nach zweieinhalb Stunden durch einen Sieg von Jens Averkamp-Peters am 7. Brett und einem Remis von Guido van Dijk mit 1,5:0,5 in Führung gehen. Überraschend verlor nach drei Stunden Ersatzmann Jürgen Wilde an Brett 8. Er hatte lange Zeit eine ausgeglichene Stellung, musste dann aber für einen Fehler im Endspiel bitter büssen. Als auch Mannschaftskapitän Günter Langhanke am 2. Brett die Waffen streckte, lag der Schachclub Rheine plötzlich mit 1,5:2,5 hinten. Kurz vor der 1. Zeitkontrolle (im Turnierschach stehen jedem Spieler zwei Stunden für die ersten 40 Züge zur Verfügung) wendete sich das Blatt wieder zugunsten des SC Rheine. Michael Hemmert an Brett 5 und Andreas Brümmer an Brett 4 nutzten jeweils die Zeitnot ihrer Gegner aus und brachten den Schachclub Rheine erneut mit 3,5:2,5 in Führung. Achim Müller blieb es diesmal an Brett 3 vorbehalten, den entscheidenden Siegpunkt zum 4,5:2,5 beizusteuern. Er gewann in einer nie gefährdeten Partie nach viereinhalb Stunden im Turmendspiel. In der letzten, bedeutungslos gewordenen Partie am Spitzenbrett spielte Stefan Ottens remis. Am letzten Spieltag (7. Mai) kommt es nun zum Showdown gegen den Spitzenreiter SK Turm Emsdetten II. Einen Punktverlust des zweitplazierten SV Südlohn, der die nun stark abstiegsgefährdeten Bocholter empfängt, vorausgesetzt, könnte der Schachclub Klein-Berlin Rheine bei einem Sieg gegen den haushohen Favoriten sogar noch selbst in die NRW-Klasse aufsteigen. Mögliche Bildunterschrift: An Brett 3 holte diesmal Achim Müller den entscheidenden Punkt zum Sieg für den SC Rheine.