Mit einer bitteren 3,5:4,5 Auftaktniederlage gegen die SF Saerbeck startete der Schachclub Klein-Berlin Rheine in die Verbandsligasaison 04/05. Obwohl ersatzgeschwächt, hatten es die Rheinenser Schachspieler mehrfach in der Hand, das wichtige Erstrundenmatch gegen den Abstiegskonkurrenten für sich zu entscheiden, scheiterten aber letztendlich weniger am Gegner als an ihren eigenen Nerven. Bereits nach zwei Stunden musste Ersatzspieler Franz-Josef Brinkmann am 8.Brett die Waffen strecken. Er übersah in guter Stellung ein Läuferopfer seines Gegners mit anschließendem Mattangriff. Über eine weitere Stunde dauerte es, bis Stefan Ottens am Spitzenbrett mit einem sauber herausgespielten Endspielerfolg zum 1:1 ausgleichen konnte. In der vierten Spielstunde, kurz vor der ersten Zeitkontrolle, ging es dann Schlag auf Schlag. Zunächst brachte Jens Averkamp-Peters, dessen riskantes Taktieren in der Eröffnung am 7.Brett belohnt wurde, den Schachclub Rheine mit 2:1 in Führung. Nur wenige Minuten später musste Andreas Brümmer an Brett 5, der ebenfalls ein Figurenopfer mit anschließendem Matt übersah, zum 2:2 Ausgleich aufgeben. Guido van Dijk spielte bald darauf am 6.Brett Remis. Zwar hatte er im Mittelspiel einen Mehrbauern erobert, konnte diesen jedoch nicht verwerten. Nach einem weiteren sauberen Endspielerfolg durch Günter Langhanke am 2.Brett, der den Schachclub Rheine wieder mit 3,5:2,5 nach vorne brachte, schien sich alles zum Guten zu wenden. In der sechsten und letzten Spielstunde kam es dann knüppeldick für die Rheinenser Schachspieler. An Brett 4 hielt Michael Hemmert dem andauernden Angriffsdruck seines Saerbecker Gegners nicht mehr stand, ließ sich im Endspiel mit seinem König in die Ecke drängen und konnte ein darauffolgendes Matt zum 3,5:3,5 Ausgleich nicht mehr abwehren. Am dritten Brett hatte Achim Müller als "letzter Mohikaner" jedoch immer noch in der Hand, das Auftaktmatch für den SC Rheine zu entscheiden. Nachdem sein Gegner in der Eröffnung fehlgegriffen hatte, baute Achim Müller Stunde um Stunde eine vorteilhafte Stellung geduldig aus. Sein Saerbecker Gegner bewies jedoch Zähigkeit und konterte jede Drohung. So kam, was kommen musste. In einem komplizierten Damenendspiel griff Achim Müller nach fast sechs Stunden Spielzeit fehl und musste zur unnötigen 3,5:4,5 Niederlage aufgeben. Nun sollte in der nächsten Runde gegen die nominell etwas stärkere 3.Mannschaft des SK Münster unbedingt ein Sieg her, will sich der Schachclub Rheine nicht bereits nach zwei Spieltagen fast aussichtslos zurückliegend am Tabellenende wiederfinden.